Unsere Vögl

 

Wer sich früh morgens oder in der Dämmerung im Riet aufhält, der kann sie sehen: Die wahrhaftigen „Rietvögel“, wie sie mit viel Geschrei ihre Kreise um den Romäusturm ziehen.

Und da es im Riet vor 50 Jahren nachts noch wesentlich ruhiger war als heute, brachten sie sicherlich so manchen Bewohner um den wohlverdienten Schlaf.

Vielleicht erging es ja dem einen oder anderen Vereinsgründer der „Rietvögel“ genau so. Man wurde aufmerksam auf diese Vögel, die immer und überall präsent waren und sind. Meist handelte es sich um Dohlen, eine Rabenart, die den Romäusturm bevölkerten und dort auch ihre Nistplätze hatten.

Was lag da also näher als solch einen „Krakes“ zum Wahrzeichen des Vereins zu machen.

Der Krakes
Der Krakes ist ein schwarzer Gesell mit grauer Brust und roten Beinen. Sein Federkleid besteht aus schwarzen Filzstreifen. Schwarze Schuhe und Handschuhe sowie eine aus schwarzem Lindenholz gefertigte Holzscheme, mit einem Wurm im Schnabel, vervollständigen das Häs.
Die Eule
Unsere Eule hat ein braunes Gefieder und eine hellbraune Brust. Sie besticht besonders durch die braune Scheme mit dem gelben Schnabel und dem großen gelb umrandeten Augen. Im Schnabel trägt Sie eine Maus, sodass sie auch während des Umzugs nicht Hunger leiden muss.
DER DOMPFAFF
Der Dompfaff hat ein graues Gefieder mit roter Brust und rotem Federkranz um den Hals. Er hat eine markante dunkelgraue und schwarze Scheme und runde orangefarbene Augen.
Romäus
Als man zählt 1498 Jahr, hat hier gelebt, das glaubt fürwahr, ein Wundersmann, Romeius g´nannt, im ganzen Land gar wohl bekannt.

Nach mancher ritterlichen Tat, seine Stärke ihn verführet hat.

Fing an, die Obrigkeit zu schelten. brach wunderlich mit List heraus und floh in Sankt Johannes Haus.

Doch bald bei Nacht und grausam G’witter, entschlüpft er dem Asyl der Johanniter.

Und zeigt im Schweizer Krieg sich groß, auf Küssaburg, dem festen Schloß.

Mannlich Tat führt stetes zum Frommen, weshalb er wie drum Gnad bekommen, dass im Spital ihm bis ins Grab, die  Herrenpfründ gegeben ward.

Und endigt so sein Ruhm und Leben, Gott wolle uns den Frieden geben,

Amen

DER JUNGVOGEL
Wenn die Küken flügge werden, wandelt sich ihr Gefieder in ein einfarbiges Federkleid. Die bunte Kopfbedeckung zeigt, dass der Vogel noch nicht erwachsen ist. Der Jungvogel hat wie die Großen eine Scheme, mit einem beweglichen Schnabel, mit dem er allerhand Schabernack treiben kann.
DAS KÜKEN
Die kleinen, eben aus dem Ei geschlüpften Küken, tragen ein schwarz-rot-gelbes Federkleid, das aus ausgestanzten Filzflecken genäht wird. Sie nehmen in Chaisen oder im fahrbaren Rietvogelnest am Umzug teil und lernen so schon früh, wie schön die Fasnet sein kann.

Vereinsgeschehen

Was war und was ansteht